Sonntag, 12. Juni 2016

Schubladen

Ich wage zu behaupten, dass wir alle von diesem denken geprägt sind. Es gibt einfach diese bestimmten Laden, in die wir Menschen stecken und zu stecken versuchen. Diese Schubladen gehen oft Arm in Arm mir Vorurteilen, aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte, die ich vielleicht ein anderes Mal zerlegen werde.
Zurück also zum Thema. Wir haben Vorstellungen, die wir uns selbst vorfertigen. Oft schreinern wir uns unsere Schubladen nämlich sogar selbst, oft bekommen wir sie von unserem Umfeld in die Wiege gelegt. Viele von euch mögen sich jetzt fragen was die heiße Blondine mit den autistischen Zügen heute mit der unendlich langen mobiliarlastigen Einleitung bezweckt. Meine Lieben: Weil ich heute einfach Lust habe mich mit Möbeln auseinanderzusetzen.
Also: Schubladen. Habt ihr schon Mal über Zwischenwege nachgedacht? Etwas das keine Freundschaft + ist, keine Beziehung und kein One Night Stand? Nein? Tja, ich auch nicht. Wer regelmäßig meinen Blog liest ist auch informiert, das ich von den ersten zwei Gattungen nichts halte. Das Erste klingt wie ein Schwangerschaftstester und das Zweite ist eine Unterdrückung der Individualität eines Individuums. Trotzdem habe ich nie über einen Mittelweg nachgedacht und als ich heute in der Badewanne lag und über die wichtigen Dinge des Lebens nachdachte (natürlich mit einem Gläschen Wein um den Klischees Bestätigung zu erbringen) habe ich eben angefangen über Schubladen nachzudenken. Diese drei vorgefertigten Schubladen gibt es und über etwas anderes denken wir nicht mehr nach, weil es in unserer kleinen schneckenhausartigen Welt im Schrank der zwischenmenschlichen Beziehungen die mit dem Koitus einhergehen nur diese drei Laden gibt. In diesem Sinne entlasse ich euch in die Sonntagnacht mit dem Auftrag über meine Worte nachzudenken. Denn meiner Meinung nach ist es eine Schande, dieses Kleindenken gut zu heißen.

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