Samstag, 4. Juni 2016

Teufelspakt

Es gibt Tage, da kommt mir mein Leben garnicht so schlimm vor. Vor allem, weil sie von Momenten geprägt sind, die mich beinahe glücklich machen. Momente wie Revolutionsküsse beim Reden oder ein Buch fertig zu lesen das mich in seinen Bann gezogen hat. Doch wie immer folgt die Depression. Denn Revolutionsküsse werden versiegen wie ein Bach an heißen Sommertagen und jedes Buch hat eine letzte Seite. Ich wage zu behaupten dies zu wissen und ich vermute weiters, dass ich dazu beitragen werde. Denn ich habe Angst verletzt zu werden und das Buche lese auch ich aus. Was mich wieder einmal zu der Vermutung bringt, dass ich allein an meinem Leid schuld bin.
Doch obwohl ich nicht sagen kann, warum ich das tue, weiß ich doch mit Bestimmtheit, dass ich heute wohl einer schlaflosen Nacht frönen werde. Denn wenn ich eines Fürchte dann ist es der Teufelspakt, den ich mit 15 aus jugendlicher Dummheit geschlossen habe. Denn er lässt dich nicht los und wie immer ist Angst mein Beweggrund. Denn der Teufel wird mich nicht gehen lassen und wenn er seinen Pakt von neuem beginnt und ich aus Angst mit ihm das Bett teile wird es mich wieder einmal von innen heraus zerfetzen. Dann gibt es keine Revolutionsküsse mehr und kein Buch. Dann bin da nur ich und meine Angst.

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